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Ist Höhenangst eine Altersfrage?

  • 5. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Mai


Immer wieder hören wir in unseren Höhenangst-Trainings von Betroffenen, dass sie ihre Höhenangst erst ab dem mittleren Alter wahrgenommen haben. Wissenschaftlich gibt es zwar keine Evidenz, dass ältere Menschen stärker unter Höhenangst leiden, dennoch lässt sich diese Wahrnehmung erklären. 


Gleich vorweg: niemand kommt mit Höhenangst auf die Welt. Zwar haben wir aus biologischer Sicht alle die Angst als überlebenswichtigen «Warnsender» in uns, als Kind lernen wir durch Beobachtungen und eigene Erfahrungen jedoch rasch, welche Höhen wirklich gefährlich sind. Höhenangst, also eine übertriebene und dem realen Gefahrenpotenzial nicht gerechte Angst, entsteht vielmehr aus Erfahrungen und Beobachtungen, aus Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung, sowie aus der individuellen Lebenssituation. So können sowohl ein erhöhtes Sicherheits- und Kontrollbedürfnis, Stress und Schlaflosigkeit, als auch ein Ausrutscher auf einem steilen Wanderweg oder die Beobachtung ängstlicher Mitmenschen (z.B. die eigenen Eltern), die Entwicklung einer Höhenangst begünstigen. Meist reicht ein einmaliges Angsterlebnis, um die Höhe fortan als bedrohlich zu bewerten, weitere Höhenaktivitäten zu vermeiden und damit die Höhenangst zu festigen.


Mit zunehmendem Alter steigt zudem auch das Risikobewusstsein. Während jüngere Menschen oft unbedacht und spontan unterwegs sind, planen ältere Menschen ihre Aktivitäten vorausschauender und denken dabei auch viel öfters an mögliche Gefahren, wie an einen Sturz und daraus folgende Verletzung. Dieses Risikobewusstsein wird mit zunehmender Verantwortung, wie zum Beispiel mit der Geburt der eigenen Kinder oder mit Betreuungsaufgaben, nochmals verstärkt. Gleichzeitig verschlechtern sich ab einem bestimmten Alter auch der Gleichgewichtssinn und die Reaktionsgeschwindigkeit, weshalb sich ältere Menschen gerade beim Wandern weniger trittsicher fühlen. Ein Erlebnis, beinahe gestürzt zu sein, kann zur Vermeidung und damit zur Verstärkung von Höhenangst führen.


Die Beurteilung, ob die Angst dem realen Gefahrenpotenzial angemessen oder übertrieben ist, hängt dabei auch stark von den eigenen Fähigkeiten ab. Für geübte Wandernde stellen die gleichen ausgesetzten Stellen meist eine viel kleinere Bedrohung dar, als für ungeübte und nicht trittsichere Wandernde. Fremdeinschätzungen sind für Betroffene deshalb oft nicht hilfreich. Aber auch den Betroffenen selbst fällt eine realistische Einschätzung schwer, weil sie Gefahren in der Höhe grundsätzlich als viel bedrohlicher einstufen, als sie objektiv betrachtet meistens sind.


Die gute Nachricht zum Schluss: Aus Sicht der psychologischen Wissenschaft lässt sich eine spezifische Phobie, wie die Höhenangst durch eine bewusste und begleitete Exposition erfolgreich verlernen und auch die eigene Trittsicherheit kann mit gezielten Massnahmen rasch verbessert werden. Deshalb bietet Höhencoach auch kombinierte Höhenangst-Trainings an, wo sowohl ein Fokus auf Methoden zur Angstreduktion, als auch auf eine bessere Gehtechnik gelegt wird. Dies auch im Wissen, dass sich diese beiden Faktoren gegenseitig verstärken können. Diese intensiven Trainings dauern jeweils 2 Tage mit Übernachtung in der entsprechenden Wanderregion.


Über folgende Links geht es zu unseren kombinierten Trainings-Angeboten:


3.-4. Juli 2026:


28.-29. August 2026:


11.-12. September 2026:



Alle weiteren Höhenangst-Trainings findest du über folgenden Link: Training buchen


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Quellen für diesen Beitrag:




Copyright: Höhencoach, Inhaber David Elsasser, 8840 Einsiedeln, Schweiz


Bild: Höhencoach



 

 






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