Michel: «Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Aufstieg gelingt.»
- vor 3 Tagen
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Die Erfolgsgeschichten unserer Teilnehmenden sind das beste Argument für ein Höhenangst-Training bei Höhencoach. Im letzten Herbst durften wir Michel in einem Einzelcoaching auf den Gipfel des Grossen Mythen (SZ) begleiten. Seiner Erfolgsgeschichte wird das deutsche Wandermagazin «Wanderlust» in seiner neusten Ausgabe (Frühling 02/2026) gar einen ganzen Beitrag widmen. Mit dem Einverständnis von Michel, dürfen wir dir hier noch vor dem eigentlichen Publikationstermin eine Vorschau auf das Interview geben:
Wanderlust-Magazin: Erinnern Sie sich an den Moment, in dem Ihnen klar wurde: «Ich habe Höhenangst»? Wie hat diese sich beim Wandern konkret bemerkbar gemacht?
MIchel: Es gab bei mir nicht den einen Moment, es kam schleichend, allenfalls verstärkt durch Familie und Kinder und eine Krebserkrankung im Jahr 2016.
Wanderlust-Magazin: Gab es eine Tour oder eine Situation am Berg, die für Sie zum Wendepunkt wurde – im positiven oder im schwierigen Sinne?
MIchel: Nein, aber der erfolgreiche Aufstieg zum grossen Mythen war prägend und bleibend. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Aufstieg gelingt. Es war am 15. Oktober 2025 als es David Elsasser (Anmerkung: Höhencoach) gelang, mich auf den Gipfel zu führen.
Wanderlust-Magazin: Wie sind Sie selbst emotional damit umgegangen, wenn andere scheinbar mühelos über Grate oder Aussichtspunkte gegangen sind?
MIchel: Verständnislos, aber auch neidisch. Einerseits dachte ich, das sei gefährlich, leichtsinnig und andererseits wollte ich diese Risiken besser einschätzen und die Angst bei mir kontrollieren können.
Wanderlust-Magazin: Was war der ausschlaggebende Grund, sich aktiv Ihrer Höhenangst zu stellen und ein Training zu beginnen?
MIchel: Die Familie, die Ehefrau wie auch die Kinder gehen sehr gerne zu Berge und auch auf ausgesetzte Wanderungen. Ich wollte da unbedingt dabei sein und diese Erlebnisse teilen.
Wanderlust-Magazin: Wie lief dieses Training konkret ab – eher mentale Techniken, Konfrontation am Berg oder ein Mix aus beidem?
MIchel: David hat hier einen für mich sehr guten Mix gefunden: Kennenlernen beim gemeinsamen Zustieg zum Theorieraum. Dann ein Theorieteil, sehr plausibel, gut vermittelt und nicht zu lang. Anschliessend der Aufstieg über die schwierigen Stellen bis zum Gipfel.
Wanderlust-Magazin: Ziel des Trainings war die Besteigung des Grossen Mythen. Wie lief die Tour ab?
MIchel: Ich wollte bei der ersten Kurve beim Einstieg bereits wenden, dies nach einem Blick nach oben zu den ausgesetzten Stellen. David hatte es im Gespräch jedoch verstanden, dass ich meine Angst kontrollieren, lenken und einen nächsten Schritt machen konnte. Dies war dann während den ganzen 3 Stunden Aufstieg nötig.
Wanderlust-Magazin: Gab es während des Trainings einen Moment, in dem Sie dachten: «Das schaffe ich nie» – und was hat Ihnen geholfen, dranzubleiben?
MIchel: Ja, bei der ersten Kurve. Ich hätte viel gewettet, dass der Aufstieg nicht funktioniert.
Wanderlust-Magazin: Können Sie beschreiben, wie sich Ihr Körper früher in einer exponierten Passage angefühlt hat – und wie es sich heute anfühlt?
MIchel: Primär findet es im Kopf statt, ich war komplett blockiert. Es führt dann zu weichen Knien, sehr unsicherem Tritt bis zum Verlust der Gehfähigkeit. Beim Abstieg vom Mythen fühlte sich dann alles sehr sicher und gut an. Die nächste Wanderung ermöglichte mir auch Stellen zu begehen, die vorher unmöglich waren. Ich bin nun gespannt auf die Saison 2026.
Wanderlust-Magazin: Was war Ihr erstes echtes Erfolgserlebnis nach dem Training? Vielleicht ein Gipfel, ein Steig oder eine Aussicht, die vorher undenkbar gewesen wäre?
MIchel: Es war wieder im Gebiet Mythen, bei einem schwierigen Zustieg zu einem Klettergebiet. Die ausgesetzte Flanke konnte ich begehen, was ein sehr gutes Gefühl war. Die dauerhafte Bestätigung steht bei mir noch aus.
Wanderlust-Magazin: Hat sich die Überwindung Ihrer Höhenangst auf Ihr allgemeines Leben ausgewirkt – auch ausserhalb der Berge?
MIchel: Es gab einen sehr erstaunlichen Nebeneffekt. Ich bike gerne, auch Enduro und Downhill. Im Anschluss an das Höhentraining ist es mir plötzlich gelungen, technisch schwierige Stellen zu meistern und dies mit einem sehr sicheren Gefühl. Es waren Stellen dabei, die ich vor dem Höhencoaching absteigen musste und das Bike geschoben habe. Allgemein bin ich nun sehr motiviert, wieder schwierige Touren anzugehen, zu versuchen.
Wanderlust-Magazin: Wenn Sie heute jemandem mit Höhenangst gegenübersitzen würden, welcher eine Satz würde am meisten Mut machen?
MIchel: Der Kopf macht die Angst, Risiken richtig einschätzen und bewerten und sich der Herausforderung stellen.
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