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Warum leide ich unter Höhenangst?

  • 30. Dez. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 22 Stunden



Wir alle haben einen biologisch eingebauten Respekt vor grossen Höhen. Ungesicherte Höhen stellen für uns schliesslich eine Gefahr für Leib und Leben dar. Als Kind lernen wir jedoch schon von unseren Eltern, welche Höhen gefährlich und welche ungefährlich sind. 

Bei Menschen mit Höhenangst geht der biologisch eingebaute Respekt vor der Höhe aber rasch in eine meist unbegründete und übertriebene Bewertung einer potenziellen Gefahr und damit in Angst über. Das Angstgefühl führt wiederum zu körperlichen Angstsymptomen, wie starkes Herzklopfen oder Atemnot, was bei den Betroffen die Angst nochmals weiter verstärkt. 


Die aus objektiver Sicht unbegründete und somit übertriebene Höhenangst kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. So können eigene Erfahrungen oder Beobachtungen die Höhenangst auslösen. Dabei reicht es, wenn man nur fast abgestürzt ist oder jemanden dabei beobachtet hat - im realen Leben oder auch in Filmen. Meist wird die Höhenangst jedoch durch persönliche Eigenschaften, wie durch eine Übersensibilität oder durch ein hohes Kontroll- und Sicherheitsbedürfnis begünstigt. Dabei spielt insbesondere die Erziehung einen entscheidende Rolle. Wer sehr ängstliche Eltern und damit eine überbehütete Kindheit erlebt hat, ist grundsätzlich anfälliger auf Angststörungen. Eine frühzeitige «Wagniserziehung», sprich das aktive Ermutigen von Kindern, bewusst auch Risiken einzugehen, kann einer möglichen Höhenangst entgegen wirken. Ebenso leiden viele Betroffene aus persönlichen, familiären oder beruflichen Gründen unter chronischem Stress. Die fehlende Resilienz erhöht die Anfälligkeit.


Höhenangst kann gerade bei eher ängstlichen Menschen auch durch Höhenschwindel ausgelöst werden. Das Schwindelgefühl kann zu einem Moment von Unsicherheit führen, was dann wiederum ein Angstgefühl auslösen und eine künftige Vermeidung und Entwicklung von Höhenangst begünstigen kann. Der Höhenschwindel selbst ist jedoch keine Angststörung, sondern hat biologische Ursachen. Mehr dazu findest du hier: Wenn der Kopf dreht - was den Höhenschwindel von der Höhenangst unterscheidet.


Im Gegensatz zu anderen Phobien wird die Höhenangst – zumindest statistisch gesehen – jedoch selten durch eine traumatische Erfahrung ausgelöst. Betroffene sind also meist nirgendwo abgestürzt.


Viele Betroffene berichten, dass sie ihre Höhenangst erst ab dem mittleren Alter wahrgenommen haben. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es zwar keine Evidenz, dass ältere Menschen stärker unter Höhenangst leiden, dennoch lässt sich diese Wahrnehmung erklären. Mehr dazu kannst du in über folgenden Link im Bericht lesen: Ist Höhenangst eine Altersfrage?


In der Summe ist die Höhenangst somit eine mehrheitlich im Lebensverlauf «erlernte» Angst und hat damit auch das Potenzial, wieder geheilt, respektive eben «verlernt» zu werden. 


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Quellen für diesen Beitrag:




Copyright: Höhencoach, Inhaber David Elsasser, 8840 Einsiedeln, Schweiz



 

 






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