Regelmässige Exposition ist der einzige Weg aus der Höhenangst
- vor 7 Stunden
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Höhenangst kann durch eine kognitive Verhaltenstherapie, sprich durch ein bewusstes Aushalten der eigenen Angst, verlernt werden. Sind auf einer hohen Treppe, auf einer wackeligen Hängebrücke oder auf einem schmalen Grat die schlimmsten Befürchtungen nicht eingetroffen, speichert unser Hirn dieses positive Erlebnis als neue Gedächtnisspur ab. Je mehr positive Erfahrungen hinzukommen, desto mehr wird unsere alte Gedächtnisspur «Höhenangst» mit neuen Gedächtnisspuren überschrieben und desto geringer wird unsere Angst vor dem nächsten Ereignis. Dieser Vorgang wird in der Psychologie auch Extinktionslernen genannt. Aus Erfahrung verläuft das Verlernen von Höhenangst aber nicht graduell, sprich die Höhenangst wird nicht einfach mit jeder Wanderung immer weniger. Im Gegenteil, die neuen Erfolgserlebnisse wechseln sich mit kleinen Rückschlägen immer wieder ab. Oft reicht eine Nacht mit wenig Schlaf, damit der gleiche schmale Grat an einem Tag problemlos und an einem anderen Tag lebensbedrohlich erscheinen kann. Betroffene sollen sich dadurch aber nicht verunsichern lassen. Nachweisbar wird bei über 80% der Betroffenen der Moment eintreten, wo die Höhenangst nicht mehr wahrnehmbar wird. Es lohnt sich also dranzubleiben und sich regelmässig der Höhenangst zu stellen.
Die Neurowissenschaft geht heute jedoch davon aus, dass die «alte» Gedächtnisspur «Höhenangst» trotzdem erhalten bleibt, sprich dass die Höhenangst weiterhin tief in uns schlummert und in Ausnahmesituationen wieder hervorgerufen werden kann. Nach Schätzungen erlebt deshalb rund jeder fünfte Betroffene nach einer erfolgreichen Expositionstherapie im späteren Leben wieder einen Rückfall.
Regensburger Forscher haben nun eine neue Methode zur Verbesserung der Effektivität des Exktinktionslernen entwickelt. Durch diese neuen Erkenntnisse kann zukünftig die Wirksamkeit der Expositionstherapie erhöht werden. Die Ergebnisse der Wissenschaftler sind vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift «Frontiers in Behavioral Neuroscience» erschienen. Das Forscherteam um Prof. Dr. Andreas Mühlberger und Dr. Youssef Shiban vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Regensburg konnte in einem Grundlagenexperiment zeigen, dass die Rückfallquote sinkt, wenn die Frequenz der Präsentation eines unangenehmen Reizes während der Extinktion kontinuierlich reduziert wird anstatt, dass der aversive Stimulus abrupt verschwindet. Man nennt diesen Prozess auch graduelle Extinktion. Für die Expositionstherapie bedeutet dies: Wenn die angstauslösenden Objekte und Situationen im Verlauf des Höhenangst-Trainings mit kontinuierlich abnehmender Aversivität erlebt werden, wird die Gefahr eines Rückfalls reduziert.
MIt dieser Erkenntnis sind auch die Höhenangst-Trainings von Höhencoach konzipiert. Dabei werden angstauslösende Wege oder Objekte bewusst mehrfach und so lange begangen, bis der Angstreiz letztendlich ganz verschwunden ist. Diese Mehrfachbegehungen sind eines von mehreren Werkzeugen, welche Betroffene in den Höhenangst-Trainings von Höhencoach erfolgreich einsetzen lernen.
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Quellen für diesen Beitrag:
Copyright: Höhencoach, Inhaber David Elsasser, 8840 Einsiedeln, Schweiz
Bild: Höhencoach

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