«Das Höhenangst-Training war für mich ein echter Befreiungsschlag. Endlich kann ich Wanderungen machen, wo Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefordert sind.»

Das zweitägige Höhenangst-Training in der Region Sörenberg im letzten Juli 2026 ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Die Teilnehmenden Michelle, Tine, Markus und Andreas standen am Ende alle auf dem Gipfel des Hengstes und konnten die Aussicht auf die UNESCO-Biosphäre in Entlebuch angstfrei geniessen. Auch Katrin konnte sich nochmals motivieren und sich freiwillig an den Abgrund stellen. Nun interessiert uns natürlich, wie es den Teilnehmenden seither ergangen ist und haben sie alle zu diesem Interview eingeladen. Wir sind gespannt!
Höhencoach: Natürlich interessiert uns gleich als Erstes: Wie steht es heute um eure Höhenangst?
Michelle: Das Höhenangst-Training war für mich ein echter Befreiungsschlag. Endlich kann ich Wanderungen machen, wo man «schwindelfrei und trittsicher» sein muss, wo es «ausgesetzte Stellen» gibt, die «teilweise mit Ketten gesichert» sind. Diese Schlagworte haben mich vor dem Höhencoaching von einer Wanderung abgehalten. Ich würde mich heute zwar nicht als schwindelfrei bezeichnen, aber ich konnte nach dem Coaching einige wunderschöne Wanderungen machen, die ich vorher nie im Leben gemacht hätte.
Markus: Seit diesem Höhencoaching gehe ich viel entspannter auf eine Wanderung. Auch mit der Gewissheit, dass ich das Gelernte in heiklen Situationen anwenden kann. Früher hat es mich immer genervt, wenn jemand eine Wanderung organisierte und wegen meiner Höhenangst auf mich Rücksicht nehmen musste.
Höhencoach: Seit unserem Höhenangst-Training sind über 3 Monate vergangen. Welche Erinnerungen habt ihr noch an unsere beiden Tage in der Region Sörenberg?
Tine: Es war ein rundum tolles Erlebnis, mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen, die auch über das Wandern hinaus eine Bedeutung haben. Ich bin dankbar, dass wir so eine tolle Gruppe waren, in der von Anfang an grosses Vertrauen, Verständnis und Unterstützung herrschte. Auch wie ihr als Höhencoaches auf jeden von uns individuell eingegangen seid, fand ich sehr bemerkenswert.
Andreas: In Erinnerung bleiben mir der gut aufgebaute Kurs, die wertvollen Erfahrungen mit den Coaches und der starke Zusammenhalt in der Gruppe. Unter Gleichgesinnten fühlte ich mich gut aufgehoben und habe viel gelernt.
Höhencoach: Am ersten Tag sind wir ja über den imposanten Grat auf dem Brienzer Rothorn gewandert. Bekommt ihr noch weiche Knie, wenn ihr euch daran zurückerinnert?
Andreas: Nein, heute nicht mehr. Die exponierten Stellen waren damals sehr fordernd, aber zugleich befreiend. Ich habe an diesem Tag viel gelernt.
Tine: Die weichen Knie hatte ich vor allem während der Gondelfahrt. Die Gespräche und neuen Erkenntnisse haben mich irgendwie beflügelt und meine Angst war fast wie weggeblasen. Zu beobachten, wie die anderen in der Gruppe sich ihren Ängsten stellen und über sich hinauswachsen, war auch extrem motivierend und hat mich einfach mitgezogen.
Höhencoach: Am zweiten Tag sind wir dann über die Schrattenfluh auf den Hengst (Gipfel) hochgewandert. Soweit wir uns erinnern, hattet ihr auf dieser Wanderung bereits fast keine Höhenangst mehr verspürt. Täuschen uns da unsere Erinnerungen?
Tine: Ja, da täuscht ihr euch ein bisschen. Vor allem der Grat zum Hengst war für mich eine riesige Herausforderung und es war mir teilweise sehr schwer gefallen, nicht direkt wieder in alte Muster zu verfallen, sondern die neu erlernten Methoden anzuwenden. Dass ich am Ende wirklich auf dem Gipfel stand, hätte ich nicht für möglich gehalten. Die Euphorie über den Erfolg war dafür umso grösser.
Katrin: Ich bin ja nicht ganz auf den Gipfel gekommen. War am Schluss aber dankbar, dass David nochmals kurz mit mir bis zum Grat aufgestiegen ist.
Andreas: «Das war für mich tatsächlich ein befreiender Moment. Erstmals konnte ich eine Wanderung mit exponierten Stellen richtig geniessen. Der Aufstieg und das Gefühl auf dem Gipfel waren unbeschreiblich.»
Höhencoach: Eure Dynamik war schon eindrücklich. Während ihr, Andreas und Markus, die Gruppe selbstbewusst über die felsige Gratwanderung geführt hattet, wolltet ihr, Michelle und Tine, euch noch einem eigenen zusätzlichen und von uns nicht eingeplanten Challenge stellen und wart da einfach vom Grat auf diesen ausgesetzten Grasbuckel abgestiegen. Was hat euch da getrieben?
Tine: Wenn ich früher eine schwierige Stelle auf einer Wanderung gesehen habe, dachte ich meist schon von weitem, dass ich das niemals schaffe. In eurem Coaching habe ich gelernt, dass man manchmal nur die Perspektive ändern oder näher ran muss und schon kann die ganze Situation ganz anders aussehen. Genauso war es an dieser Stelle. Von oben hat es unmöglich ausgesehen, aus der Nähe absolut machbar.
Andreas: Von oben sah der Abstieg wirklich sehr anspruchsvoll aus, und ich machte mir Sorgen um Michelle und Tine. Doch die beiden haben die zusätzliche Herausforderung souverän gemeistert.
Bilder: Höhenangst-Training auf der Schrattenfluh und auf dem Brienzer Rothorn
Höhencoach: In eurer Gruppe war eine gegenseitig starke Unterstützung und ein besonderer Zusammenhalt zu spüren. Wir erklärt ihr euch diese positive Energie?
Michelle: Alle haben von Anfang an sehr offen über ihre Ängste und Gefühle gesprochen. Immer wieder dachte ich: Ja genau, so geht es mir auch! So fühle ich auch! Das habe ich auch schon oft erlebt! Wir hatten zwar unsere Angst-Momente nicht an denselben Stellen, aber weil wir dieselbe Angst so gut kennen, konnten wir uns ganz leicht in die anderen hineinversetzen und sie auch dementsprechend unterstützen.
Andreas: Die positive Energie entstand meiner Einschätzung nach durch die grosse Offenheit aller. Wir konnten unsere Höhenangst zeigen, offen darüber sprechen und auch einmal Tränen zulassen. Das schuf Vertrauen und einen starken Zusammenhalt.
Markus: «Alles, was in der Gruppe diskutiert wurde, kam mir so bekannt vor. Alle redeten vom gleichen und so viel es mir dann auch sehr leicht, über meine eigenen Ängste und Gefühle zu sprechen.»
Höhencoach: Du Michelle, hast ja dann sogar eine Whatsapp-Gruppe mit dem Namen «Schwindelfrei» ins Leben gerufen, wo ihr eure weiteren Erfolgserlebnisse gegenseitig ausgetauscht habt. Hat euch das besonders motiviert?
Michelle: Ich finde es total schön, immer wieder von den Erfolgs- aber auch Misserfolgsgeschichten der anderen zu lesen und auch in Kontakt zu bleiben. Das hat mich ermutigt, beruhigt und definitiv auch motiviert. Als ich die Bilder von Markus auf dem Lägerengrat gesehen habe, dachte ich: Das will ich auch! Und: Wenn er das kann, dann kann ich das vielleicht auch. Und so war es dann auch :-)
Tine: Das motiviert mich total. Obwohl wir eine bunt zusammengewürfelte Gruppe waren, haben wir diesen Weg gemeinsam gestartet. Ich finde es toll, diesen Weg von allen weiterhin zu verfolgen und teilzuhaben, wenn wieder eine neue Herausforderung gemeistert wurde. Und wer weiss, vielleicht klappt es ja irgendwann nochmal mit einer gemeinsamen Wanderung. Mich würde das freuen.
Markus: Das ist wirklich eine großartige Sache. Es motiviert mich von den anderen zu hören, welche Wanderungen sie geschafft haben.
Katrin: «Hmm, ich war ehrlich gesagt ein bisschen eifersüchtig, dass ich da nicht mithalten konnte.»
Höhencoach: Als Markus dann noch seine Bilder von einer blau-weiss-markierten Alpinwanderung gepostet hat, bekamen wir den Eindruck, dass es für euch nach Oben fast keine Grenzen mehr gibt, täuscht das?
Markus: Ja okay, es brauchte schon ein wenig Überwindung, als ich die Route von weitem sah. Ich schau mal, dachte ich mir, Schritt für Schritt, denn nicht hinter jedem Felsen geht es einen Abhang hinunter. Und wenn es dann doch nicht geht, habe ich immer die Option umzudrehen. Es gab dann auch eine Stelle, wo ich umdrehen wollte, aber ich hab mir dann gesagt: probier’s doch - und ja, es hat funktioniert.
Tine: Wow, das war echt der Wahnsinn und sehr inspirierend von Markus. Definitiv ein Zeichen dafür, dass man seine Grenzen immer weiter verschieben kann, wenn man Mut dazu hat und es einfach probiert.
Höhencoach: Welchen Ratschlag möchtet ihr aufgrund eurer Erfahrungen anderen Betroffenen, welche dieses Interview jetzt lesen, gerne mit auf den Weg geben?
Michelle: Traut euch und meldet euch zu einem Höhencoaching an! Es hat mein Leben verändert. Ich hätte das nie für möglich gehalten. Und was für mich persönlich sehr wichtig war, ist dranzubleiben, weiter zu wandern, immer wieder zu üben und die Ratschläge vom Coaching in Erinnerung zu rufen. Das war ein guter Rat von euch! Rückblickend hat mich jede Wanderung nach dem Coaching wieder ein Stück weiter gebracht und mutiger gemacht. Und wenn ich wieder einen Angst-Moment habe, weiss ich jetzt, was ich tun muss. Und meine Familie weiss es auch. Und das gibt mir grosse Sicherheit.
Andreas: Ich bereue nur, dass ich diesen Kurs nicht schon früher gemacht habe. Wer mehr Freiheit in den Bergen möchte, sollte sich seiner Höhenangst stellen. Sie lässt sich nicht einfach abstellen, aber gut bewältigen – wenn man es wirklich will.
Michelle: «Es hat mein Leben verändert. Ich hätte das nie für möglich gehalten.»
Höhencoach: Das klingt wirklich sehr motivierend. Und wie geht es nun bei euch weiter, habt ihr euch bereits neue Ziele gesetzt?
Markus: Nächstes Jahr möchte ich die Wanderung vom Schwarzsee zur Hörnlihütte machen, diese Wanderung musste ich wegen meiner Höhenangst vor Jahren abbrechen
Michelle: Die Wanderung über den Kistenpass habe ich leider aus zeitlichen Gründen dieses Jahr nicht mehr geschafft. Das werde ich aber im nächsten Sommer nachholen. Das ist bereits fix geplant :-). Und wie gesagt - ich würde mich sehr gerne mal an eine T4-Wanderung wagen. Vielleicht traue ich mich das nächstes Jahr?
Tine: «Seit dem Höhenangst-Training hat sich meine Tourenplanung komplett verändert. Früher habe ich alle Wanderungen, die Schwindelfreiheit voraussetzen, direkt ausgeschlossen. Heute informiere ich mich, bereite mich darauf vor und versuche es einfach. Das fühlt sich sehr befreiend an.»
Höhencoach: Grossartig! Dann sind wir ja schon sehr gespannt, eure weiteren Erfolgsgeschichten zu lesen. Alles Gute wünschen wir euch dabei.
Tine: Ich wünsche euch auch alles erdenklich Gute und weiterhin viel Erfolg. Ihr habt mit eurem Coaching etwas ganz Tolles geschaffen und eure Art, auf die Menschen einzugehen und sie zu bestärken, hat mich sehr beeindruckt. Vielen Dank nochmal für diese tolle Erfahrung.
Katrin: Danke, ihr wart grossartig, alle!
Andreas: Vielen Dank, Bettina und David, für eure Unterstützung und Geduld. Ein grosses Dankeschön auch an die ganze Gruppe – diesen Erfolg verdanke ich euch allen.
Dieses Interview wurde im Oktober 2026 geführt.
Möchtest auch du deine Höhenangst verlernen? Hier findest du unsere kommenden zweitägigen Höhenangst-Trainingsangebote:
Schweiz:
Österreich:
Weitere Trainingsangebote findest du über folgenden Link: Höhenangst-Training buchen
Möchtest du unser Trainingskonzept zuerst besser verstehen? Dann kannst du über folgenden Link ein kostenloses 1:1-Starter-Webinar buchen. Weitere Informationen, Wissensbeiträge und Erfolgsgeschichten findest du auf unserer Website: www.hoehencoach.ch
Passend zu diesem Beitrag empfiehlt Höhencoach auch folgende Beiträge:
Weitere Beiträge zu den Themen Höhenangst, Höhenschwindel und Sturzangst und wie du diese erfolgreich verlernen kannst, findest du auf www.hoehencoach.ch in den jeweiligen Rubriken. Keine Beiträge mehr verpassen und von Höhencoach den monatlichen Newsletter abonnieren - oder folge uns auf Instagram oder Facebook und lese weitere Erfolgsgeschichten und spannende Wissensbeiträge.
Copyright: Höhencoach, Inhaber David Elsasser, 8840 Einsiedeln, Schweiz
Angstfrei unterwegs




